Unsere Wettbewerbe

UNSERE WETTBEWERBE

2009: VIOLETA DINESCU KLAVIERWETTBEWERB
2011: TONI VÖLKER KLAVIERWETTBEWERB
2013: BARBARA HELLER WETTBEWERB
2015: URSULA EUTENEUER ROHRER KLAVIERWETTBEWERB
2017: ELIAS-CORRINTH-KLAVIERWETTBEWERB

Wichtigstes Ziel und liebste Herzensangelegenheit des Piano-Podiums Karlsruhe sind die Förderung junger Musikerinnen und Musiker und die behutsame Begleitung der Kinder und Jugendlichen auf dem nicht immer leichten Weg der künstlerischen Entwicklung.

Dass das Üben, dieses „notwendige Übel“ auf dem steinigen Pfad der Kunst, nur halb so viel Freude bringt, wenn man kein Ziel, keinen Endpunkt vor Augen hat, an dem man mit dem so lange geübten Stück ankommen kann, ist eine Binsenweisheit.

Seit vielen Jahren bietet das Piano-Podium Karlsruhe jungen Künstlern durch zahlreiche Konzerte die Möglichkeit, sich dieses Ziel immer neu zu stecken, und schickt sie dabei auf eine musikalische Reise kreuz und quer durch die ganze Welt.

Doch damit nicht genug: Der nächste logische und wohl unvermeidliche Schritt zur Förderung der jungen Talente war die Organisation und Durchführung von „vereinseigenen“ Wettbewerben. Aber wir wollten nicht einfach noch einen Klavierwettbewerb. Die Klavierwettbewerbe des Piano-Podiums Karlsruhe sollten etwas „aus der Art schlagen“.

Im Zentrum dieser Wettbewerbe steht jeweils ein zeitgenössischer Komponist. Ihm ist der Wettbewerb gewidmet und seine Werke bilden den Kern des Programms. Es erschien uns wichtig, die jungen Künstlerinnen und Künstler zu ermuntern, sich mit der den meisten von ihnen unbekannten modernen Musik auseinander zu setzen, ihnen zu zeigen, wie reizvoll es sein kann, etwas Neues, nie Gehörtes für sich zu entdecken, sich mit den interpretatorischen Fragen zu beschäftigen und mit verschiedenen musikalischen Elementen zu experimentieren. Den restlichen Teil des Programms bilden Werke von Komponisten aus anderen Stilepochen. Die Vorspielzeit ist hierbei bewusst etwas kürzer gehalten als z. B. bei Jugend musiziert, um auch „Ersttäter“ zur Teilnahme zu ermutigen. Zu den Wettbewerben sind alle Kinder und Jugendliche zugelassen, die entweder selber Mitglieder des Piano-Podiums Karlsruhe sind oder von einem Piano-Podium- Mitglied unterrichtet werden.

Dass für das Piano-Podium Karlsruhe, wie schon erwähnt, die Förderung und  Unterstützung der jungen Pianistinnen und Pianisten im Vordergrund steht, spiegelt sich auch in den Wertungen der Wettbewerbe wider. Von Anfang an haben wir auf die übliche Praxis der Preisvergabe verzichtet und uns statt für 1. , 2. usw. Preise für die Einrichtung der vier Förderstufen entschieden.

So bekommt jeder Teilnehmer eine seinem momentanen künstlerischen Stand entsprechende Anerkennung und kann sich (mit einigem Fleiß und etwas Ausdauer), wie auf den Stufen einer imaginären Leiter, nach und nach auf den Wettbewerben von „Stufe eins“ zu „Stufe vier“  hocharbeiten.

Am 26. Oktober 2002 war es dann tatsächlich so weit. Mit tatkräftiger Unterstützung von allen Seiten wurde unser erster Klavierwettbewerb durchgeführt.
Dieser war dem Werk des in Karlsruhe geborenen Komponisten Wolfgang Hofmann gewidmet, der im selben Jahr seinen 80.Geburtstag feierte und sich über dieses „Geburtstagsgeschenk“ sehr freute.
Die Teilnehmerzahl bewegte sich, wie bei den meisten neu startenden Wettbewerben üblich, noch in einem gut übersichtlichen Rahmen. Insgesamt stellten sich 19 junge Pianistinnen und Pianisten, in drei Altersgruppen unterteilt, der Jury unter dem Vorsitz von Frau Inge Wiechmann vor. So konnten wir den gesamten Wettbewerb und das Abschlusskonzert an einem Tag durchführen.

Doch schon bei unserem 2. Klavierwettbewerb, der am Wochenende des 15. -16. Oktobers 2005 stattfand, explodierte die Teilnehmerzahl förmlich. Wir bekamen über 90 Anmeldungen, und die endgültige Teilnehmerzahl von 89 Kindern und Jugendlichen, die auf sechs Altersstufen verteilt waren, überraschte und erfreute uns.

Diesmal sollten sich die Teilnehmer mit dem Werk des ungarischen Komponisten Béla Bartók beschäftigen. Der Wettbewerb stand unter der Schirmherrschaft des Botschafters der Republik Ungarn in Deutschland, S. E. Dr. Sándor Peisch. Der langjährige Schüler und Freund von Béla Bartók, Prof. György Sándor, richtete ein Geleitwort an die Teilnehmer.

Diese große Teilnehmerzahl und die Notwendigkeit, auch das Abschlusskonzert noch am Sonntag, dem 16. Oktober durchzuführen, stellten uns vor eine organisatorische Herausforderung. Es durfte trotz des straffen Vorspielplans keine Hektik entstehen. Jeder Teilnehmer sollte sich, von uns liebevoll und rücksichtsvoll durch den gesamten Wettbewerbsablauf geleitet, als Persönlichkeit wahrgenommen fühlen. Dank der Verbindungen von Frau Cornelia Gengenbach zu den Nachbarn des Musentempels konnten wir in einem Büro auch einen Einspielraum einrichten, aber auch Einspielzeiten mussten auf das Genauste eingehalten werden.

Sogar die himmlischen Kräfte waren auf unserer Seite – trotz der späten Jahreszeit hatten wir an beiden Tagen warmes und sonniges Wetter. Allerdings wurde uns bei der späteren Besprechung des Wettbewerbs klar, dass man sich lieber nicht nur auf Petrus´ Wohlwollen verlassen sollte: Da der Musentempel keinen Vorraum hat, mussten die Teilnehmer die letzten Minuten vor ihrem Auftritt zwangsläufig an der frischen Luft verbringen. Also beschlossen wir, die Termine für die  zukünftigen Wettbewerbe auf einen Sommermonat zu legen.

So fand unser 3. Wettbewerb am 23. und 24. Juni 2007 mit 91 Teilnehmern in sieben Altersstufen statt.
Das Motto lautete "Blumen - Meeresbewohner - Das römische Carneval". Dazu hatte sich das ppk etwas Besonderes ausgedacht: die Teilnehmer mussten sich die Stücke selbst komponieren - und natürlich selbst vortragen!. Die zum wiederholten Mal große Teilnehmerzahl „erschreckte“ uns nicht mehr, sondern zeigte uns, dass unsere Wettbewerbe von den Lehrern und ihren Schülern gut aufgenommen worden sind und zum einem festen Bestandteil ihres musikalischen Lebenslaufs geworden sind.

Aber was wäre aus all unseren schönen Plänen geworden, hätten wir nicht die vielen Freunde, die unsere Projekte nicht nur mit ihren guten Wünschen und Gedanken, sondern auch praktisch und finanziell mittragen?!

So haben uns die Eufori-Stiftung für Wissenschaft und Kunst Karlsruhe, die Wolfgang-Hofmann-Stiftung, das Kulturreferat der Stadt Karlsruhe, das Pianohaus Erich Hötzel, das Pianohaus Schlaile und Grafikdesign Alfons Poschlod bei der Verwirklichung unserer Ideen unterstützt. Wir danken ihnen aus tiefsten Herzen dafür!!!

Großer Dank gebührt auch den vielen Helferinnen und Helfern, die uns an den Vorspieltagen viele Stunden ihrer freien Zeit geschenkt und somit zum Erfolg des Wettbewerbs beigetragen haben!!!

Ganz besonderer Dank gebührt den Kolleginnen und Kollegen, die sich  als Jury-Mitglieder uns zur Verfügung gestellt und mit unendlicher Geduld, Freundlichkeit und großem Fachverständnis an diesen langen Tagen gearbeitet haben!!!

Und nun … bis zum nächsten Wettbewerb!
Herzlichst, Ihre Larissa Schüle